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Die PKV legt zu und hofft auf 2012
Die Beitragseinnahmen dürften 2011 gegenüber dem Vorjahr um 4,9 % auf voraussichtlich 34,9 Mrd. EUR zunehmen, wie der PKV-Verband anlässlich des Versicherungstags in Berlin mitteilte. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2011 wurden auf der Basis der Erfahrungen der Vorjahre auf das zu erwartende Gesamtergebnis 2011 hochgerechnet. Die Beitragsanpassungen haben dazu stärker beigetragen als in den Vorjahren.
Der Netto-Neuzugang lag im ersten Halbjahr 2011 in der Krankenvollversicherung bei rund 54.000 Personen - 20 % mehr als im Vorjahr. Bei den Pflegezusatz-Versicherungen konnten die Versicherer 2010 um13,3 % auf 1,7 Mio. Versicherungsverträge zulegen, während die Zahl der sonstigen Zusatzversicherungen um 2,3 % auf knapp 22 Mio. Verträge stieg - und das auch ohne staatliche Förderung. Der Bestand an Zusatzversicherungen konnte um 118.000 Verträge erhöht werden, die Zahl der Verträge bei den Zusatztarifen für die stationäre Versorgung im Krankenhaus stieg hingegen nur um 600 an.
Die allgemeinen Verwaltungs-Aufwendungen stiegen 2010 um 1,54 % auf 815 Mio. EUR an. Gemessen an den Beitragseinnahmen verringerte sich der Verwaltungsaufwand auf 2,45 % (2009: 2,55). Hingegen sanken die Abschlusskosten um 0,73 % auf 2,649 Mrd. EUR und eine Kostenquote von 7,99 %.
Die Alterungsrückstellungen der PKV sind 2010 deutlich gewachsen, da gut 10,5 Mrd. EUR oder 8,44 % mehr zugeführt wurden auf jetzt insgesamt 135,5 Mrd. EUR. In der Pflegeversicherung waren es gut 2,1 Mrd. oder 10,5 % mehr auf jetzt insgesamt 22,5 Mrd. EUR.
Besorgnis ruft die Entwicklung bei den Leistungsausgaben hervor. Diese stiegen um 5,5 %, also stärker als die Beitragseinnahmen, in der Pflegeversicherung noch stärker.
Die derzeitige Beitragsanpassung für 2012 beträgt im Durchschnitt 4,4 %, in der Spitze kann sie in bestimmten Tarifen bei einigen Versicherern aber auch deutlich höher ausfallen.
Für das nächste Jahr schöpft die Branche Hoffnung aus den Beschlüssen der Regierungskoalition. Diese hat sich nach internen Auseinandersetzungen nun zumindest auf eine staatlich geförderte, kapitalgedeckte und freiwillige Pflege-Zusatzversicherung verständigt. Die Einzelheiten sind aber noch völlig unklar, insbesondere hinsichtlich der geplanten Förderung und Finanzausstattung.
Quelle: VersicherungsPraxis24
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