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Continentale übernimmt 92 % der Mannheimer AG

Eine größere Übernahme zeichnet sich aktuell in der deutschen Versicherungswirtschaft ab. So plant die österreichische Versicherungsgruppe Uniqa ihre 2002 erworbenen Anteile an der Mannheimer Gruppe an die Dortmunder Continentale zu verkaufen.

Wie aktuelle Meldungen gestern berichteten, verkauft das österreichische Unternehmen Uniqa ihre 92 % Anteile an der Mannheimer Holding AG an die Continentale. In diesem Zusammenhang sollen beide Unternehmen bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet haben. Insgesamt handelt es sich dabei um ein Prämienvolumen von rund 412 Mio. EUR.

Bereits im Jahr 2002 war die Mannheimer Gruppe durch den Zusammenbruch seiner Lebensversicherung aufgrund von Aktienspekulationen in eine finanzielle Schieflage geraten. Seitdem werden die Lebensversicherung von der Auffanggesellschaft Protektor verwaltet. Gleichzeitig gewährt diese der Holding einen umfangreichen Schuldenerlass. Die restlichen Anteile für rund 80 Mio. EUR übernahm im Jahr 2004 die Uniqa, welche bereits zuvor Großaktionär der Mannheimer war. So hielt die Uniqa aufgrund von Kapitalerhöhungen zuletzt 92 % der Aktien.

Grund des Verkaufes ist die Finanzkrise, welche auch in Österreich ihre Spuren hinterlässt. Laut einem aktuellen Zwischenbericht der Uniqa rutschte der Konzern in den ersten neun Monaten dieses Jahres in die roten Zahlen und wies einen Verlust von 120 Mio. EUR aus. Im Vorjahr hingegen wies derselbe Zeitraum noch einen Gewinn von 30 Mio. EUR auf. Wie der Versicherer erklärt sind Abschreibungen auf griechische Schuldtitel die Ursache.

Für die Continentale bedeutet der Kauf der Anteile einen großen Wachstumsschub. Ziel ist vor allem die Ergänzung der Sachversicherung sowie eine nachhaltige Stärkung auf dem Versicherungsmarkt, wie Vorstandschef Ralf Bauer aufzeigt. Bestandteil der Mannheimer-Gruppe ist neben der Mannheimer Versicherung AG die Mannheimer Krankenversicherung AG sowie die mamax Lebensversicherung AG.

Insgesamt bildet der Verkauf der Beteiligung an der Mannheimer keinen Widerspruch zum Ende Mai veröffentlichtem Restrukturierungsprogramm der Uniqa-Gruppe. Stattdessen wird die Gruppe in Zukunft die hohen Wachstumspotenziale in Osteuropa fokussieren.

Quelle: VersicherungsPraxis24

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