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Vermittler passen sich den Anforderungen der IHK-Sachprüfung an
Die Teilnehmerzahlen für die IHK-Sachkundeprüfung, die Voraussetzung für die Zulassung zum Versicherungsvermittler ist, steigen stetig an. Im Gegensatz dazu sinkt aber die Anzahl der bestandenen Prüfungen. Diese Entwicklung lässt sich dem Geschäftsbericht 2009 des Berufsbildungswerkes der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V. entnehmen.
Die Anforderungen an das Berufsbild des Versicherungsvermittlers sind seit der Umsetzung der EU-Vermittlerrichtlinie in deutsches Recht angehoben worden. Voraussetzung für die Ausübung der Vermittlertätigkeit ist seit 22. Mai 2007 eine Sachkundeprüfung (§ 34d Abs. 2 GewO), die von den Industrie- und Handelskammern abgenommen wird und die bisherige Ausbildung zum Versicherungsfachmann aufgewertet hat. Das BWV verzeichnet seitdem stetig steigende Anmeldezahlen für die Sachkundeprüfung, allerdings sinken parallel die Zahlen der erfolgreich bestandenen Prüfungen.
Im Jahr 2006 - also vor dem Inkrafttreten der Versicherungsvermittlungsverordnung - waren 6.711 Teilnehmer für die Prüfung angemeldet. Die Zahl der bestanden Prüfungen lag damals bei 5.067 (75,5 %). Das Jahr 2007 verzeichnete bereits 8.540 Prüfungsteilnehmer, von denen 5.986 (70,1 %) die Prüfung erfolgreich absolvierten. 2008 erhöhte sich die Zahl der Anmeldungen dann deutlich auf 14.152 Teilnehmer, wobei nur 9.407 (66,5 %) die Prüfung bestanden. Im letzten Jahr waren es 10.757 Prüfungsteilnehmer, von denen 7.486 (69,6 %) die Sachprüfung erfolgreich absolvierten.
Die mäßigen Testergebnisse lassen unter anderem auf eine schlechte Vorbereitung der Vermittler schließen, die sich aktuell aber offenbar an die Prüfungsanforderungen angepasst hat: Laut BWV ist die Quote der bestandenen Prüfungen im Juli 2010 auf 73,2 % gestiegen.
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